Serializer
1
Handled
908.32 ms
Total time
default 1
serialize 0
Nothing was serialized.
deserialize 0
Nothing was deserialized.
normalize 1
| Data | Context | Normalizer | Time | Caller |
|---|---|---|---|---|
|
App\Entity\MediaTranslation
Show contents
App\Entity\MediaTranslation {#1381 -id: 5486 -title: "Wegener" -description: """ <p>Seit dem 16. Jahrhundert sind Landkarten genau genug, um Ähnlichkeiten zwischen den Küstenlinien auf beiden Seiten des Atlantiks zu offenbaren. Nichtsdestotrotz beharrt die „fixistische“ Wissenschaft bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts darauf, dass die Kontinente und Ozeane sich immer an ihrem jetzigen Platz befunden haben.</p>\r\n \r\n <p>In <em>Die Verschiebung der Kontinente</em> (1912) und später in <em>Die Entstehung der Kontinente</em> <em>und Ozeane</em> (1915) stellt Alfred Wegener seine Theorie von einem langsamen Abdriften der Kontinente vor. Er ist nicht der Erste, der eine solche Hypothese aufstellt, aber der Erste, der sich dabei Argumenten aus verschiedenen Disziplinen, wie der Klimatologie, der Geologie und der Paläontologie bedient.</p>\r\n \r\n <p>Die Theorie des Abdriftens der Kontinente kann sich erst nach einiger Zeit durchsetzen, besonders deshalb, weil es Wegener nicht gelingt, den geologischen Prozess zu erklären, der dieses Abdriften ausgelöst hat.</p>\r\n \r\n <p>Erst in den 1950er Jahren können die Hypothesen Wegeners durch neue Beobachtungen (Kartographierung des Meeresbodens durch Maurice Ewing, Aufsteigen von Magma an den Meeresrücken, Paläomagnetismus, Konvektionsbewegungen im Erdmantel…) im Rahmen einer Theorie mit dem Namen <em>Plattentektonik </em>bestätigt werden.</p>\r\n \r\n <p><strong>Klicken</strong> und Cursor <strong>bewegen</strong>, um die verschiedenen Erdzeitalter zu durchlaufen.</p> """ -legends: """ Trias\n Jura\n Kreide\n Tertiär\n Quartär\n Heute\n 235 MJ\n 195 MJ\n 135 MJ\n 65 MJ\n 2 MJ\n MJ = Millionen Jahre\n Fossilien\n Eiszonen\n Steinzeit\n Mesosaurus\n Lystrosaurus\n Cynognathus\n Glossopteris\n Beweise\n 0,5 GJ\n 2 GJ """ -goals: """ <ul>\r\n \t<li>Indizien aufspüren, die Alfred Wegener erlaubt haben, seine Theorie vom Abdriften der Kontinente aufzustellen.</li>\r\n \t<li>Die Hypothesen Wegeners mit denen seiner Kritiker vergleichen (Fixismus, Katastrophismus).</li>\r\n \t<li>Die Hypothesen Wegener unter dem Licht neuerer Erkenntnisse vervollständigen (Topographie der Meeresböden, Geomagnetismus, thermische Quellen, Erdbeben).</li>\r\n </ul> """ -more: """ <p>Wie kann die Existenz von Ozeanen, Kontinenten und Gebirgsketten erklärt werden?</p>\r\n \r\n <p>Aufgrund der Langsamkeit der Erdverschiebungen gingen „fixistische“ Wissenschaftler zunächst davon aus, dass alle geologischen Strukturen immobil sind. Nach dieser Theorie hat sich die Erde bei ihrer Abkühlung zusammen gezogen und ließ so Gebirgsfalten und Seebecken auf der Oberfläche des Globus entstehen. Die Verfechter dieser Theorie gehen zudem von vertikalen Bewegungen wie Einstürzen und Erhebungen aus.</p>\r\n \r\n <ul>\r\n \t<li>Wie ist aber zu erklären, dass diese Gebirgsketten sich in den meisten Fällen am Rand der Kontinente befinden und nicht zufällig über diese zerstreut sind?</li>\r\n </ul>\r\n \r\n <ul>\r\n \t<li>Wie ist zu erklären, dass auf dem afrikanischen, dem südamerikanischen und dem australischen Kontinent identische Fossilien aus der Zeit des Trias gefunden wurden?</li>\r\n \t<li>Wie ist das Auftreten von Fossilien tropischer Pflanzen in arktischen Regionen wie Spitzbergen zu erklären?</li>\r\n </ul>\r\n \r\n <p>Wegener stellt die Theorie der <strong>langsamen Verschiebung der Kontinente </strong>auf und stützt sich dabei auf Entdeckungen aus verschiedenen Disziplinen:</p>\r\n \r\n <ul>\r\n \t<li><strong>Geographisches</strong> Argument: Ähnlichkeit der Küsten auf beiden Seiten des atlantischen Ozeans.</li>\r\n \t<li><strong>Geologisches</strong> Argument: Struktur und geologisches Alter der Appalachen (Nordamerika) und der Highlands (Schottland) ähneln sich stark, Auffindung von identischem Schichtgestein in Südamerika und in der Region von Santa Catarina (Brasilien).</li>\r\n \t<li>(Paläo-)<strong>klimatische</strong> Argumente: In Südindien, sowie im Süden Afrikas wurden Spuren sehr alter Gletscher entdeckt. Das Abdriften dieser Kontinente führte zum Wandel ihres Klimas. Weiterhin lassen die im Gestein hinterlassenen Spuren auf eine bestimmte Abfließrichtung des Eises schließen, die dadurch erklärbar wird, dass die ehemaligen Gletscherregionen sich ursprünglich im Süden eines einzigen Superkontinents befanden.</li>\r\n </ul>\r\n \r\n <ul>\r\n \t<li><strong>Paläontologisches</strong> Argument: Der Fund gleicher Fossilien auf verschiedenen Kontinenten beweist, dass heute voneinander getrennte Kontinente vor mehr als 200 Millionen Jahren zusammen hingen. Die „fixistische“ Wissenschaft ging von der Existenz von Landbrücken zwischen den Kontinenten aus, die sich heute unter Wasser befinden.</li>\r\n </ul>\r\n \r\n <p>Allerdings erklärt Wegener dieses Abdriften nur unzureichend: er spricht von treibenden Kontinenten, die schwachen, aber permanenten Kräften ausgesetzt sind, vergleichbar mit den Kräften der Gezeiten und den Erdrotationseffekten. Diese Theorie stellte sich als falsch heraus. Weiterhin wurde er dafür kritisiert, dass er kein Geologe sei (Er studierte Astronomie und forschte auf dem Gebiet der Metereologie). Zudem habe er sich bei Berechnungen wie beispielsweise dem angeblichen Abdriften Grönlands geirrt. Aus diesen Gründen setzt sich seine Theorie im stürmischen Europa des beginnenden 20. Jahrhunderts nur sehr langsam durch.</p>\r\n \r\n <p>Dennoch sind die Hypothesen Wegeners heute bestätigt und die Stärke seiner Theorie besteht darin, die Grenzen verschiedener Bereiche der Wissenschaft überwunden zu haben. Dies bringt er im Vorwort der 4. Auflage seines Werkes im Jahre 1929 zum Ausdruck:</p>\r\n \r\n <p>"Nur durch Zusammenfassung <em>aller</em> Geo-Wissenschaften dürfen wir hoffen, die „Wahrheit“ zu ermitteln, d. h. dasjenige Bild zu finden, das die Gesamtheit der bekannten Tatsachen in der besten Ordnung darstellt und deshalb den Anspruch auf größte Wahrscheinlichkeit hat; und auch dann müssen wir ständig darauf gefaßt sein, daß jede neue Entdeckung, aus welcher Wissenschaft immer sie hervorgehen möge, das Ergebnis modifizieren kann."</p>\r\n \r\n <p>1930 stirbt er während einer Expedition in Grönland.</p>\r\n \r\n <p>Einige Jahre später bestätigen Entdeckungen im Rahmen der globaleren Theorie der <strong>Plattentektonik</strong> definitiv seine Hypothese vom Abdriften der Kontinente.</p>\r\n \r\n <ul>\r\n \t<li>1947: Maurice Ewing kartographiert den Meeresboden. Er bedient sich Erkentnissen aus der Seismologie, dem Magnetismus und der Geothermie (mit Edward Crisp Bullard), um zu belegen, dass die Mittelpunkte der Ozeane aus jungem Gestein bestehen, das von einem <strong>Rücken</strong> durchzogen ist.</li>\r\n \t<li>1948: Arthur Holmes unterstellt, dass tiefe <strong>Konvektionnsströme </strong>als „Abdriftmotor“ fungieren, indem sie Magma vom Erdinneren an die Oberfläche transportieren.</li>\r\n \t<li>1962: Harry Hess stellt ein „Rolltreppenmodell“ vor, das die Ausbreitung des Meeresbodens (<em>seafloor spreading</em>) von den Meeresrücken aus erklärt.</li>\r\n \t<li>1963: Vine Matthews und Morley benutzen das Rolltreppenmodell, um die magnetische Umkehrung des Meeresbodens zu erklären (<strong>Paläomagnetismus</strong>).</li>\r\n \t<li>1970: Durch ein <strong>Tiefbohrungsprojekt</strong> (DSDP für <em>Deep Sea Drilling Project</em>) wird eine exakte Altersbestimmung der Meeresböden ermöglicht. Je näher sich das Gestein am Meeresrücken befindet, desto jünger ist es.</li>\r\n </ul>\r\n \r\n <p><strong>Quellen:</strong></p>\r\n \r\n <ul>\r\n \t<li>Wegener und die Plattentektonik<strong> http://www.bbm.me.uk/portsdown/PH_060_Continents.htm </strong>(auf Englisch)</li>\r\n \t<li>Vor und nach Wegener : <strong>http://agnostique.terre-finance.fr/ </strong>(auf Französisch)</li>\r\n \t<li>Tektonik der Antarktis / Australiens : <strong>http://web.earthsci.unimelb.edu.au/antarctica/ </strong>(auf Englisch)</li>\r\n </ul> """ -scenario: null -features: "<p><strong>Klicken</strong> und Cursor <strong>bewegen</strong>, um die verschiedenen Erdzeitalter zu durchlaufen.</p>" -publishedAt: DateTimeImmutable @1431302400 {#1377 : 2015-05-11 00:00:00.0 UTC (+00:00) } -preventIndexForSearch: false #locale: "de" #translatable: App\Entity\Media {#1308 …} #status: "published" #createdAt: DateTime @1285970400 {#1379 : 2010-10-01 22:00:00.0 UTC (+00:00) } #updatedAt: DateTime @1699086877 {#1380 : 2023-11-04 08:34:37.0 UTC (+00:00) } } |
Format: none
Show context
[ 0 => "internal_api_media" "internal_api_media_options" => [ "withBaseNodeName" => true ] ] |
MediaTranslationNormalizer (908.25 ms) | 908.32 ms |
denormalize 0
Nothing was denormalized.
encode 0
Nothing was encoded.
decode 0
Nothing was decoded.